Startseite Christian Sywottek Texte - Wirtschaft, Reise und Gesellschaft Vita Christian Sywottek, Journalist
Texte Wirtschaft Texte Reise Texte Gesellschaft

Greenpeace Magazin, September / Oktober 2011

Das Glück des Gärtners

Eigenes Gemüse in der Stadt – und auch noch bio? Das geht. Sogar ohne Schrebergarten. Man muss nur ein gutes Selbsternte-Projekt finden.

Ein Acker am Westrand der Millionenstadt Köln, am 1. Mai. Die Arbeit beginnt mit vielen kleinen Schritten und endet in einem Liebesbeweis…

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,5 MB)


Menschen, Juli 2011

Ein Quotenflop?

Mit einer Pflichtquote und Ausgleichszahlungen fördert die Regierung seit drei Jahrzehnten die Beschäftigung schwerbehinderter Arbeitnehmer – doch neue Arbeitsplätze sind dadurch kaum entstanden. Und das System stößt an seine Grenzen.

Im März gab es in Deutschland zehn Prozent weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Bei schwerbehinderten Menschen war der Trend hingegen alles andere als positiv: Hier stieg die Arbeitslosenquote um 4,9 Prozent. Der Aufschwung geht an der Arbeitnehmern mit Behinderung vorbei…

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,7 MB)


Effilee, Mai / Juni 2011

Lecker Lesen

Menschen: Dieter Eckel, Kochbuchhändler

„Das ist im Grunde alles Luxus. Bricht der Dritte Weltkrieg aus, braucht das hier kein Mensch mehr.“ Dieter Eckel hebt die Arme. „Aber es sind schöne Bücher. Und das ist wunderbar.“…

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,6 MB)


Effilee, März / April 2011

Erhalten durch Aufessen

Die Existenz alter Nutztierrassen ist bedroht. Deshalb sollten wir möglichst viele dieser Viecher essen. Das klingt blöd? Es ist aber durchaus sinnvoll, für Tiere wie Menschen.

Die arme Sau. Nun ist sie tot und liegt da in Stücken, zerteilt in Braten, Schnitzel, Bein und Speck, gepresst zu Blutwurst, geräuchert zu Schinken, der schwer am Haken baumelt…

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (1,8 MB)


GEO Epoche, Dezember 2010

Der erfundene Titel

Das Ansehen der Habsburger zu steigern ist das wichtigste Ziel Rudolfs IV. Doch der Kaiser verweigert ihm eine Rangerhöhung. Und so verleiht sich der Herzog die Würde selbst - mit einem manipulierten Dokument.

Es ist eines der bedeutendsten Dokumente der österreichischen Geschichte und eine der Grundlagen habsburgischer Macht: das "Privilegium maius", das "Größere Privileg". Ein Bündel aus fünf Urkunden, versehen mit prächtigen Siegeln von Kaisern und Königen. Alles gefälscht…

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,2 MB)


EFFILEE #12, September / Oktober 2010

Alles wird gut, danke, EU!

EU-Bürokraten zerstören unser Lebensmittelhandwerk, die Keimkrieger verhindern Qualität und Vielfalt – so tönte es Anfang des Jahres angesichts der neuen EUHygienevorschriften. Die sind in der Tat ungewohnt. Aber gar nicht so schlecht, wenn man mal den Kopf aus der Schüssel nimmt ...

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,3 MB)


GEO Epoche, August 2010

In den Bergen des Balkan

Nirgendwo ist der Krieg unübersichtlicher als in Jugoslawien: Allianzen werden geschlossen und gebrochen, jeder kämpft gegen jeden. Bis es dem Partisanenführer Tito gelingt, sich an die Spitze des Widerstands zu stellen

Aus allen Teilen des Landes sind sie angereist, mit Kraftwagen, Pferden, zu Fuß. Sie tragen schwere Mäntel, die sie vor der Kälte in den Bergen Bosniens bewahren sollen, und Gewehre zum Schutz gegen Angriffe. An diesem 29. November 1943 treffen sich 142 vorwiegend kommunistische Partisanenführer in der entlegenen Stadt Jajce, um ...

Zum Textauszug


GEO Epoche, Juni 2010

Geheimfahrt in den Tod

Im Mai 1941 schicken die Deutschen ihr größtes Schlachtschiff in den Nordatlantik, um alliierte Versorgungskonvois zu zerstören. Doch das Kommando bleibt nicht unerkannt – die »Bismarck« wird selbst zur Gejagten.

Es ist kurz nach 10 Uhr morgens am 27. Mai 1941. Rauch dringt aus dem Rumpf der „Bismarck“. Das Oberdeck liegt in Trümmern. Flammen lodern. Matrosen hasten zwischen zerschossenen Geschütztürmen zur Reling. Sie wollen das Schlachtschiff verlassen. Doch weil alle Beiboote, Rettungsinseln und Flöße bereits zerstört sind ...

Zum Textauszug


WPI Wirtschaftsplattform Irak (Serie 2009 / 2010)

Herr Kurth will in den Irak

Er hat einen Elektrobetrieb in Köln. Doch was er wirklich will: Im Irak ein Ingenieurbüro aufmachen und mitmischen beim Wiederaufbau. Michael Kurth hat wenig in der Hand außer seinem Können. Und dem unbedingten Willen, es zu schaffen…

Teil1: http://www.wp-irak.de/index.php/component/content/article/11-deutsche-im-irak/321-herr-kurth-will-in-den-irak
Aktueller Teil: http://www.wp-irak.de/index.php/deutsche-fuer-irak


Brand eins Neuland, Nr. 5 , September 2009

Großversuch geglückt

Von wegen "Tal der Ahnungslosen". Dresden hat eine der facettenreichsten Wissenschaftslandschaften Deutschlands. Das ist kein Zufall. Die Sachsen waren schon immer schlau. Und neugierig. Ihr jüngstes Forschungsprojekt: Wie schafft man es an die Spitze?

Die ersten Nächte schlief der weltberühmte Professor auf einer Matratze, hingeworfen auf den blanken Fußboden einer heruntergekommenen Baracke. "Sehr romantisch war das", erzählt Peter Fulde. "Aber die Toiletten ... furchtbar." ...

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,9 MB)


Brand eins Neuland, Nr 4, Dezember 2008

In den Gärten Gottes

Niederbayern ist Deutschlands katholischste Gegend. Das Bistum verschreibt sich bürokratische Schlankheitskuren. So mancher Pfarrer nimmt sich ungeahnte Freiheiten heraus. Nur so können die Kirchen im Dorf bleiben. Eine Landpartie.

Der Moment, in dem auch Gott dem Pfarrer nicht mehr helfen kann, fällt an einem Mittwoch im April um 14 Uhr aus dem bayerischblauen Himmel hinunter auf die katholische St.-Michael-Kirche von Röhrnbach. Angekündigt hatte er sich schon fünf Tage zuvor, als das Mobiltelefon von Pfarrer Markus Krell klingelte. Die Polizei war dran: ein Unfall ...

PDF Text in neuem Fenster als PDF laden (0,6 MB)


GEO Wissen, Heft 41 (2008)

Geld her – oder: Die Verführung zum Konsumrausch

Jugendliche haben enorm viel Kaufkraft, und sie beeinflussen die Entscheidungen der gesamten Familie. Mit immer geschickteren Strategien versuchen Unternehmer und Marketingagenturen an die Geldbörden der Teenager zu kommen.

Bei Saft, Cola, Schokokuchen und Salamistullen sitzen vier Schüler im ersten Stock eines Fabrikgebäudes in Berlin-Friedrichshain um einen hellen Holztisch und schauen auf ein Foto. Es zeigt, wie sich eine breite, weiße Linie über einen scheinbar endlosen hölzernen Bauzaun zieht. Auf dem Weiß schlängelt sich ein schwarzer Strich, der ...

Zum Text


GEO Special, Dezember 2007

Das Vermächtnis der fremden Teufel

Vor einem Jahrhundert entbrannte unter Forschern ein erbitterter Wettlauf um die Schätze der Seidenstraße. Was folgte, waren Sternstunden der Archäologie, aber auch Diebstähle unerhörten Ausmaßes. Erst heute scheint Versöhnung möglich zu sein - im Internet.

Berlin, Unter den Linden, ein Zimmer im Erdgeschoss der Staatsbibliothek. Im gleißenden Licht einer Fotolampe rücken Hände in Baumwollhandschuhen ein fragiles Stück Papier auf einem gläsernen Tisch zurecht. So zart ist das winzige Fragment einer Schriftrolle mit fremdartigen, von farbigen Zeichnungen umrankten ...

Zum Text


GEO Special, April 2005

Neue Freiheit vor der Haustür

Deutschland wird älter. Und es wird grüner. \ In schrumpfenden Metropolen, auch anderswo in Europa, entstehen immer mehr Freiflächen, die Platz schaffen für Stadtparks neuen Typs. \ Ihre Gestaltung folgt keinem festgelegten Plan, sondern den Interessen der Anwohner - und der Dynamik der Natur \

Unsere Expedition in die Zukunft beginnt am Augustusplatz, im Zentrum von Leipzig. Wir überqueren den vierspurigen Georgiring und schlagen uns neben der Hauptpost in die Büsche. Schon nach wenigen Schritten reißen die Dornen wilder Rosen an unseren Jacken, schließen sich die Zweige von Birken und Robinien über unseren ...

Zum Text


Frankfurter Rundschau, Juni 2004

„Es war ein Alptraum.“

Die dementen Eltern ins Pflegeheim abschieben – das will niemand.Das kann man seinen Eltern doch nicht antun. Wer so spricht, macht es sich einfach. Denn er vergisst, was pflegen heißt.

Elli verbrennt in heißem Fett. Ellis Haut krustet sich zusammen, wird braun, wechselt ins Schwarz. Das Fett wirft Blasen an Elli, erst auf der einen Seite, und als Frau Bünnagel sie herumwirft, auch auf der anderen Seite."Elli, Elli, Elli", singt Frau Bünnagel. "Das hat sie am liebsten gemacht", sagt Gabriela Schneider, Frau Bünnagels ...

Zum Text


Du, Nr. 742, Dezember 2003

Neues Land liegt unter Wasser

Unterwasserhotels könnten bald exquisites Freizeitvergnügen bieten, und im Meer sind ganze Städte geplant. Vorausgesetzt, die Investoren beissen an.

Eine Traumstadt, von Menschenhand geschaffen, frei schwimmend über den unerforschten Tiefen, immer der Sonne hinterher, die Schönwetterzonen des Ozeans kreuzend. Mit Kirchtürmen, die in den wolkenlosen, frisch gewaschenen Himmel ragen. Mit Gärten, Strassen, Plätzen. Mit Champagner, Ballkleidern und gut gefüllten ...

Zum Text


Weltwoche, Oktober 2003

Der Satan muss getötet werden

Peter Merkel ist schizophren. Jahrelang quälen ihn Stimmen in seinem Kopf. Bis er eines Tages seinen Vater erschlägt.

Als Peter Merkel (Name geändert) seinen Vater am 18. Januar 2000 um 16.19 Uhr auf dem Hof des elterlichen Tiefbauunternehmens mit einem Besenstiel niederstreckt und ihm anschliessend mit einem Pflasterstein mit neun kräftigen Hieben den Schädel einschlägt, spürt er ein Gefühl tiefster Befriedigung. «Jesus», ruft er ...

Zum Text


Weltwoche, Januar 2002

Dr. Kimbles Umzug in den Knast

Der Jungunternehmer Kim Schmitz war der grösste Protzer der deutschen New Economy - arglos vertraute die Schickeria ihm ihr Geld an. Jetzt sitzt der Ex-Hacker hinter Gittern.

Als Buddha vergangene Woche vom Münchner Himmel herabschwebte, war es 7.35 Uhr am Morgen und stockdunkel. Bayerische Polizisten verhafteten ihn sofort nach der Landung der Lufthansa-Maschine des Flugs LH 114. Jetzt sitzt er ein im Münchner Gefängnis Stadelheim. Der Vorwurf: ...

Zum Text


Weltwoche, Januar 2002

Totenstille herrscht im Kinderzimmer

Beerdigung, Abdankungsfeier, Leichenmahl - Erwachsene haben für den Umgang mit dem Tod Rituale. Wie aber trauern Kinder? Die Geschichte des zwölfjährigen John, der seine Schwester verlor.

Den Ort der verordneten Trauer hat John nur ein einziges Mal betreten. Es war, wie es immer ist auf einem Friedhof bei einer Beerdigung, wenn Erwachsene versuchen, ihren Schmerz durch überlieferte Rituale zu beherrschen. Der Pfarrer sprach, die Erde aus der kleinen Schaufel brach sich auf dem geschlossenen Sarg seiner Schwester Elisabeth. Ein halbes Jahr ist das her. Es war, wie man so sagt, eine schöne Beerdigung. Doch John hat sie vergessen. Es waren nicht seine Rituale ...

Zum Text

         Tel.: +49 (0)221 - 92291752, Mobil: +49 (0) 170 - 8132840, E-Mail: mail@sywottek.de Impressum  Christian Sywottek, Journalist